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Das Hobby Eisenbahn hat viele Facetten. In unregelmässigen Abständen werde ich hier kurze Texte und Bilder zu verschiedensten Bahn-Themen hochladen.
Ich wünsche viel Spass
Matthias Emmenegger
Als die SBB 1902 gegründet wurden, übernahmen sie einen mengenmässig unzureichenden und technisch veralteten Personenwagenpark. Als Notmassnahme bestellten die SBB ein paar Wagen von bewährten Wagenserien der Privatbahnen nach. Schnell wurden jedoch 1904 Nornalien für zu beschaffende neue Personenwagen erstellt. Die ersten neuen Wagen hatten alle noch offene Plattformen. Es waren sowohl Zweiachser wie auch Dreiachser. Erst ein Jahr später kamen dann die Wagen für Schnellzüge mit geschlossenen Wagenübergängen. Grundsätzlich waren die Wagen mit und ohne Wagenübergänge gleich gebaut. Es gab aber zwei Ausnahmen. Die Wagen der dritten Klasse, also die C3ü hatten nur 56 Sitzplätze anstelle deren 60 bei den Wagen mit offenen Wagenübergängen. Da ein Auslandeinsatz mit den Schnellzugwagen vorgesehen war, waren die Wagenkasten 60mm schmaler gebaut, damit es keine Probleme mit den ausländischen Lichtraumprofilen gab. Später bauten die SBB bei allen Wagen die Faltenbalge ab und zum Teil wurden auch die geschlossenen Plattformen in offenen Plattformen umgewandelt, da die Meinung vorherrschte, dies genüge für den Einsatz in Regionalzügen.
Ein C3ü bei der Ablieferung
Ein F3ü zu Beginn der 50er Jahre
Der Simplon-Express wartet in Genève auf die Abfahrt. Im Zug sind dreiachsige ü-Wagen.
Solche Reisezugwagen aus den ersten Jahren der SBB mit geschlossenen Wagenübergängen existieren heute keine mehr. Es gibt aber bei der ST noch drei dreiachsigen Wagen, welche einmal geschlossene Wagenübergänge hatten. Dies kann man an den einfachen Eckverzierungen der Wagen erkennen und bei den C3 an den nur 56 Sitzplätzen.
Der F3 m heutigen Zustand
Die beiden C3
Die einfache Eckverzierung verrät, dass der Wagen einmal geschlossene Plattformen hatte.
Es wäre möglich, einen Teil-Schnellzug der neu gegründeten SBB mit den drei Wagen nachzustellen. Leider sind die Wagen heute in einem zum Teil sehr schlechten Zustand und benötigen eine Komplettsanierung. Damit ein solcher, wunderschöner Schnellzug wieder hergestellt werden könnte, sucht die ST-Bahn +/- 1,2 Millionen Franken. Wenn es nun unter den Lesern Personen gibt, die auch finden, dass dies eine gute Idee wäre und helfen könnten, die enorme Summe aufzubringen oder wissen, wen man dafür begeistern könnte, dann freue ich mich über jeden Kontakt.
So könnte der sanierte Schnellzug aussehen, wahrlich ein Bijoux!
Matthias Emmenegger